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  1. März 18, 2012 by oliver

    16 GG Team auf Fortbildung

    Letzte Woche waren Thomas und ich bei dem Vortrag von Reinhold Messner im CCH. Der tourt gerade unter dem Motto „Passion for Limits“. Wir versprachen uns von unserem Besuch einige gute Tipps für unser Projekt. Im besten Fall  erhofften wir uns noch eine Art Segen von dem Mann, der als erster Mensch alle 14 Achttausender bestiegen hat. So manch waghalsige Unternehmung beginnt ja mit der Zusammenkunft der Expeditionsteilnehmer und ihrem geistigen Vorbild. Gesprächsstoff gibt es reichlich, denn unser Ziel sind sogar 16 Gipfel- und das in einem Jahr. Hier ist eine Zusammenfassung des Ereignisses:

    Die zahlreichen Plakate um Dammtorbahnhof weisen uns die Weg- „Die Legende-live“ steht dort. Wir betreten das CCH und mischen uns unter die Leute. Wie erwartet befinden sich hierunter einige Paare im verwegenen Jack Wolfskin-Look, aber auch Anzugmenschen,   Cargohosenträger und casual Gekleidete sind auszumachen. Im Foyer entdecken wir  dann den Grenzgänger am Signiertisch- die Gelegenheit wird zum Einholen eines Autogrammes genutzt. Zu mehr trauen wir uns dann doch nicht, außerdem fordert der Schlag einer Glocke zum Betreten des Saales auf. Dieser erlöst uns zum Glück vom peinlichen Umkreisen der  Legende.

    Zusammen mit etwa 1500 weiteren Besuchern präsentiert uns der Meister dann eine etwa 2 ½ stündige Multimediashow. Viel Neues gibt es hier für Thomas und mich leider nicht, kennen wir doch beide so einige der mittlerweile weit über 70 Bücher des Südtirolers. Es entwickelt sich ein eher kurzweiliger Abend. Mich schockt Messner einmal durch einen eher beiläufig formulierten Satz- er hatte ja 1980 zur Finanzierung seines „Everest-Solo“ Projektes all seinen Besitz verkauft. Hierunter befand sich dann wohl auch ein Porsche! Puh- ganz schön dandylike!

    Das andere „Highlight setzt Messner dann  zum Ende seines Berichtes über das Drama nach der Erstdurchsteigung der Rupalwand. Quasi in der Überleitung zum nächsten Thema klickt er beiläufig und kommentarlos über ein Chart dass die Gebeine von Günther Messner in Nahaufnahme zeigt. Dies erzeugt ein leichtes Raunen im Publikum, das ansonsten ehrfurchtsvoll schweigt.

    In der zweiten Hälfte stellt der ehemalige EU-Parlamentarier, dessen Aura  im abgedunkelten Saal ausdrucksvoll durch ein Spotlight unterstrichen wird, seine fünf Mountain Museums vor. Auch lässt er sich zu der ein oder anderen Spitze hinreißen. Nach dem Ende der Veranstaltung wird dann wieder signiert.Wer mag, kann am Stand nebenan noch gleich eine geführte Abenteuerreise buchen.

    Wir bereiten uns jetzt auf unsere nächste Tour vor, es geht zum Bungsberg nach Schleswig Holstein.