März 4, 2012 by thomas

Gipfel #3: Hauptstadtgipfel Berlin

Nach nur einwöchiger Erholungszeit brachen wir wieder auf, um einen weiteren Gipfelsieg einzufahren. Unsere Reise führte uns nach Berlin, dessen höchster Punkt mit 115 Metern der Große Müggelberg im Osten der Stadt ist.

Wie gewohnt treffen wir uns am Hauptbahnhof um pünktlich um 12:06 den ICE nach Berlin zu nehmen. Vorbei an blühenden Landschaften erreichen wir den Berliner Hauptbahnhof der bereits mit zahlreichen Anhängern von Hertha BSC gesäumt ist. Auch das vertraute Grün der Werderfans ist vereinzelt zu erkennen. Der Wettergott belohnt uns übrigens auch heute dafür, dass wir gestern Abend unsere Teller leer gegessen haben, denn der Himmel ist strahlendblau.

Am S-Bahn Gleis treffen wir dann wie geplant unseren heutigen Tourbegleiter Frank.
Zusammen mit diesem besteigen wir flugs die S-Bahn Richtung Ostkreuz, wechseln dort in die S3 und sind nach etwa 30minütiger Fahrtzeit in Köpenick angekommen. Dort knipsen wir einige Bilder, erledigen die letzten Handgriffe an unserer Ausrüstung und beginnen den Marsch gen Gipfel, der etwa 8km betragen soll. Durch die Bahnhofstrasse geht es stadtauswärts Richtung der Müggelberge.
Um unsere Gebäck- und Getränkevorräte aufzufrischen (man kann nie wissen…) kehren wir kurz im ortsansässigen Supermarkt ein und knüpfen an der Kasse erste Kontakte zu den Einheimischen. Diese geben uns mit freundlicher Berliner Schnauze beste Wünsche mit auf den Weg. Wieder unterwegs entscheiden wir uns aufgrund der fantastischen Wetterverhältnisse für den etwas längeren Weg entlang des Müggelschlößchens. Wir kommen entlang des Weges am Ufer schnell voran und haben genügend Zeit uns mit dem für uns drei unbekanntem Terrain vertraut zu machen. Der Müggelsee begrüßt uns Nordlichter mit einer für uns sehr vertrauten angenehmen Brise, die uns auch gleich ans Ufer lockt. Dort können wir feststellen, dass auf der Oberfläche teilweise noch dünne Eisschollen liegen- zum Glück ist der Winter bald vorbei!

Nachdem uns ausführlich von einer jungen Dame in wunderschönen, mit dem Grün des Waldes korrespondierenden pinken Sneakers der Weg über eine eigentlich gesperrte Treppe erklärt wurde, sind wir gegen 17 Uhr am Gipfel angekommen. Dieser glänzt, da er sich mitten im Wald befindet und von dichtem Dickicht umgeben ist, nicht gerade durch die Möglichkeit bester Fernsicht. Deshalb „queren“ wir zur ganz in der Nähe liegenden Aussichtsplattform. Dort erwartet uns eine sehr schöne Fernsicht über die kobaltblauen Weiten des Müggelsees. Wir schießen viele Fotos und ziehen dann, da die Wetterbedingungen beste Lichtverhältnisse für weitere Bilder bieten, entlang der Route verwegener, behelmter BMX- und Mountainbikerecken weiter bzw. zurück zu dem Turm auf dem Gipfel des 88m hohen Kleinen Müggelbergs. Nachdem wir jeder die 1 € Schutzgebühr beglichen haben, erwartet uns ein weiterer, zermürbender Aufstieg durch das Treppenhaus. Die Aussicht von dort entschädigt allerdings für die Strapazen, vor uns liegt friedlich die Stadt. „Berlin, Du bist nicht einmal von Weitem schön“ heißt es in einem Song einer Berliner Band- ich bin da anderer Meinung, denn es kommt auf die Perspektive und vor allem dem Weg zu dem Aussichtspunkt an. So bestaunen meine Mitstreiter und ich  die eindrucksvolle Silhouette der Bundeshauptstadt. Nachdem wir eine ganze Weile, zusammen mit weiteren tapferen Abenteurern das Panorama genossen haben, steigen wir mit dem beginnenden Sonnenuntergang wieder ab. Die Kühle der einsetzenden Dämmerung macht dann schnell deutlich, dass wir uns gerade mal am Anfang des Monats März befinden. Dennoch genießen wir Abseits des Stadttrubel die Stille des Waldes.

Bereits im Dunkeln begrüßen uns dann nach etwa 3,5km am Waldrand die ersten Lichter der Zivilisation.
Der Lärm und Gestank der Fahrzeuge entlang der Straße macht uns dann schnell und unmissverständlich klar, dass wir kurz vor dem Ende der dritten Etappe unserer grünen Gipfeltour stehen.

Ab Köpenick fahren wir dann mit S- und U-Bahn, begleitet von einer bunten Melange zahlloser Sprachen, in Franks Wohnung um dort mit Pizza und Bionade den Tag ausklingen- und die Nacht beginnen zu lassen. Aber hier beginnt eine andere Geschichte…


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